# Framework conditions for informed decision-making and interdisciplinary collaboration in abortion care—perspectives of counselling professionals

**Authors:** Maika Böhm, Judit Baer, Eva Kubitza, Petra Brzank, Ulrike Busch, Daphne Hahn, Cornelia Helfferich, Christine Knaevelsrud, Tilman Knittel, Silvia Krumm, Sarah Schumacher

PMC · DOI: 10.1007/s00103-026-04209-7 · 2026-02-26

## TL;DR

This paper explores how to support informed and self-determined decisions in abortion care through better collaboration and accessibility in Germany.

## Contribution

The study provides new insights into the framework conditions for informed decision-making and interdisciplinary collaboration in abortion care from counselors' perspectives.

## Key findings

- Informed decisions are seen as a relational process requiring more than just knowledge transfer.
- Barriers like language and social inequality hinder decision-making for migrant and marginalized individuals.
- Interdisciplinary cooperation is often person-dependent and lacks structural security.

## Abstract

Informierte und selbstbestimmte Entscheidungen gelten als zentrales Element menschenrechtskonformer Versorgung von Schwangerschaftsabbrüchen. Der Beitrag untersucht Rahmenbedingungen informierter, selbstbestimmter Entscheidungen und interdisziplinärer Zusammenarbeit aus Sicht von Beratenden aus Schwangerschaftsberatungsstellen in Deutschland. Grundlage ist eine qualitative Studie des Teilprojekts zur psychosozialen Versorgung des Verbundvorhabens „Erfahrungen und Lebenslagen ungewollt Schwangerer – Angebote der Beratung und Versorgung“ (ELSA).

Im 4. Quartal 2022 wurden 6 leitfadengestützte Fokusgruppeninterviews mit Fachkräften an 4 Standorten durchgeführt und mittels inhaltlich strukturierender Analyse ausgewertet.

Informierte Entscheidungen werden als relationaler Prozess verstanden, der über Wissensvermittlung hinaus Orientierung bietet. Informationsbarrieren, fehlende Sprachmittlung und soziale Ungleichheiten erschweren den Prozess, insbesondere für migrantische und mehrfach belastete Personen. In der interdisziplinären Zusammenarbeit werden Asymmetrien zwischen psychosozialer und medizinischer Versorgung sichtbar. Kooperationen sind häufig personenabhängig, strukturell wenig abgesichert und ausbaufähig.

Informierte und selbstbestimmte Entscheidungen können durch verbesserte interdisziplinäre Vernetzung, barrierearme und verlässliche Informationsangebote sowie institutionalisierte Sprachmittlung unterstützt werden. Der Abbau struktureller Ungleichheiten und die Normalisierung des Schwangerschaftsabbruchs werden als zentral beschrieben und die strafrechtliche Rahmung sowie Pflichtberatung teils kritisch reflektiert. Schwangerschaftsberatungsstellen übernehmen eine zentrale Rolle in der bedarfsgerechten Unterstützung.

## Full-text entities

- **Diseases:** abortion (MESH:D000026)
- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]

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Source: https://tomesphere.com/paper/PMC13043512