# Assisted dying from an international perspective and the debate in Germany

**Authors:** Ute Lewitzka, Christian Petzold

PMC · DOI: 10.1007/s00103-026-04189-8 · Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz · 2026-02-23

## TL;DR

The paper examines the legal and societal developments of assisted dying in various countries, focusing on Germany's evolving legal landscape post-2020 constitutional court ruling.

## Contribution

The paper provides a comparative overview of assisted dying regulations and highlights Germany's unique legal and statistical challenges.

## Key findings

- Assisted dying regulations have expanded rapidly in many countries, including allowing euthanasia in places like the Netherlands and Canada.
- Germany faces legal and institutional gaps in implementing assisted dying despite constitutional recognition of the right to self-determined death.
- Lack of separate statistics for assisted suicide in Germany complicates comparisons with other countries.

## Abstract

Der Artikel gibt einen Überblick über rechtliche, politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen der Sterbehilfe in ausgewählten Ländern. Dabei zeigt sich, dass die Sterbehilfe in vielen Ländern zunächst an bestimmte, eng gefasste Bedingungen (z. B. unheilbare oder terminale Erkrankungen) geknüpft war und innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums sowohl hinsichtlich der rechtlichen Zugangsvoraussetzungen als auch der praktischen Anwendung ausgeweitet wurde. In Ländern wie den Niederlanden oder Kanada war von Beginn an auch die Tötung auf Verlangen zugelassen, die dort den weitaus größten Teil der dokumentierten Fälle ausmacht.

Im Gegensatz zu den beschriebenen internationalen Entwicklungen befindet sich Deutschland nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.02.2020 in einem Prozess der gesetzlichen und gesellschaftlichen Neuorientierung. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) erkennt das Recht auf selbstbestimmtes Sterben (wie zuvor das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG)) als Ausdruck von Autonomie (allgem. Persönlichkeitsrecht – Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 1 GG) verbindlich an, jedoch fehlen bislang prozedurale und institutionelle Rahmenbedingungen, die eine gesetzlich geregelte Umsetzung ermöglichen. So existiert z. B. kein verbindliches Verfahren zur Feststellung der Freiverantwortlichkeit.

Eine Gegenüberstellung der Entwicklung in Deutschland mit anderen Ländern ist nicht möglich, da es keine separate Statistik zu den Suizidassistenzzahlen gibt, d. h., „reguläre“ Suizide werden gemeinsam mit Suizidassistenzen in einer Kategorie der ICD-10 erfasst und vom statistischen Bundesamt veröffentlicht. Die bekanntgemachten Zahlen der Sterbehilfeorganisationen werden nicht geprüft, zeigen jedoch eine deutliche Zunahme der Suizidassistenzen seit 2020.

## Full-text entities

- **Genes:** ERBB2 (erb-b2 receptor tyrosine kinase 2) [NCBI Gene 2064] {aka CD340, HER-2, HER-2/neu, HER2, MLN 19, MLN-19}
- **Diseases:** terminal illnesses (MESH:D007153), dying (MESH:D064806)
- **Chemicals:** Arztin (-)
- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]
- **Mutations:** rs20200226

## Full text

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