# Psychotherapists’ role in requests for assisted suicide—an open question

**Authors:** Pola Hahlweg

PMC · DOI: 10.1007/s00103-026-04201-1 · Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz · 2026-02-10

## TL;DR

This paper explores the role of psychotherapists in assisted suicide requests, highlighting their potential contributions and ethical considerations.

## Contribution

The paper outlines the specific roles and responsibilities of psychotherapists in the context of assisted suicide requests in Germany.

## Key findings

- Psychotherapists are qualified to participate in assisted suicide requests due to their competencies and ethical guidelines.
- Clear distinctions must be made between supportive and evaluative roles in these cases.
- The potential benefits of psychotherapist involvement in assisted suicide requests outweigh the risks.

## Abstract

Anfragen von Patient:innen nach assistiertem Suizid sind ein komplexer, longitudinaler und iterativer Prozess. Für Gesundheitsfachpersonen ergeben sich in diesem Prozess potenziell verschiedene kommunikative und evaluative Aufgaben, wie das Informieren über Handlungsalternativen, das Erfassen psychischer Belastung und ggf. Diagnostizieren psychischer Störungen und die Prüfung der Freiverantwortlichkeit. Aufgrund einer ausstehenden gesetzlichen Regelung in Deutschland bestehen aktuell keine dezidierten Pflichten für Psychotherapeut:innen bei assistiertem Suizid. Diese narrative Übersichtsarbeit spezifiziert zunächst allgemeine Aufgaben bei Anfragen nach assistiertem Suizid und überträgt diese anschließend auf Psychotherapeut:innen. Dabei wird differenziert zwischen rechtlichen und standesrechtlichen Pflichten („müssen“/„nicht dürfen“), fachlichen Kompetenzen („können“) und daraus abgeleiteten normativen Empfehlungen („sollten“).

Die standesrechtlichen Vorgaben und psychotherapeutischen Kompetenzen verdeutlichen, dass Psychotherapeut:innen qualifiziert sind, um sich an Anfragen nach assistiertem Suizid zu beteiligen. Gleichzeitig sollten die möglichen Konsequenzen für die psychotherapeutische Rolle, die sich aus einer Beteiligung an einer Anfrage mit dem Ziel der Lebensbeendigung ergeben, gründlich reflektiert und geeignete Kommunikationsstrategien entwickelt werden. Zudem ist auf eine klare Abgrenzung zwischen unterstützenden und evaluativen Tätigkeiten zu achten. Die Freiwilligkeit der psychotherapeutischen Beteiligung muss gewahrt bleiben, insbesondere das Recht auf Nichtbeteiligung aus Gewissensgründen. Insgesamt scheint der potenzielle Nutzen einer Beteiligung von Psychotherapeut:innen an Anfragen nach assistiertem Suizid die möglichen Nachteile deutlich zu überwiegen.

## Full-text entities

- **Diseases:** mental disorders (MESH:D001523)
- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]

## Full text

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## References

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