# Assisted suicide in Germany—initial analysis of data from a reporting platform and potential implications for the development of a guideline

**Authors:** Jan Schildmann, Thomas Pollmächer, Alfred Simon, Sabine Sommerlatte, Georg Marckmann

PMC · DOI: 10.1007/s00103-026-04196-9 · Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz · 2026-02-09

## TL;DR

This paper analyzes data from a German reporting platform on assisted suicide to inform the development of guidelines for assessing voluntary decisions.

## Contribution

It presents initial empirical insights into assisted suicide practices in Germany and identifies key factors for guideline development.

## Key findings

- The most common reasons for assisted suicide requests were concerns about losing autonomy and independence.
- Most cases involved physicians and volunteers assessing voluntary decision-making.
- There is a strong demand for clear legal regulations and professional guidelines.

## Abstract

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.02.2020 ist die Assistenz bei der Selbsttötung rechtmäßig, wenn sie auf einer freiverantwortlichen Entscheidung der betroffenen Person beruht. Bislang gibt es wenige empirische Untersuchungen zur aktuellen Praxis des Umgangs mit Anfragen nach assistierter Selbsttötung in Deutschland.

Seit dem 01.11.2024 können Fallberichte zu Anfragen nach Assistenz bei der Selbsttötung sowie zu durchgeführten assistierten Selbsttötungen auf einer Berichtsplattform (Bericht- und Lernsystem) anonym eingegeben werden. Die quantitativen Daten wurden deskriptiv analysiert. Die Freitexte wurden inhaltsanalytisch ausgewertet.

Von den 206 Eintragungen im Bericht- und Lernsystem konnten nach Anwendung der Ausschlusskriterien 133 Fallberichte ausgewertet werden. Die häufigsten Gründe für Anfragen und durchgeführte assistierte Selbsttötungen waren Sorgen vor dem Verlust der Selbstbestimmung (n = 33) und der Selbstständigkeit (n = 20). In 22 Fallberichten wurden Angaben zur assistierten Selbsttötung und in weiteren 18 Fallberichten zu einer geplanten assistierten Selbsttötung gemacht. In die Prüfung der Freiverantwortlichkeit waren am häufigsten Ärzt*innen und Mitarbeitende von Sterbehilfeorganisationen einbezogen. In 7 Fallberichten wurde angegeben, dass 2 unabhängige Personen die Freiverantwortlichkeit geprüft hatten. In Bezug auf bestehende Bedarfe wurden klare rechtliche Regelungen (n = 33) und fachliche Leitlinien (n = 20) am häufigsten genannt.

Ausgehend von den erhobenen Daten werden inhaltliche und prozedurale Aspekte möglicher Leitlinienempfehlungen für die Prüfung der Freiverantwortlichkeit und Beratung bei Anfragen nach assistierter Selbsttötung erörtert.

## Full-text entities

- **Diseases:** Frailty-Syndrom (MESH:D000073496), Depression (MESH:D003866)
- **Chemicals:** Anfragen (-)
- **Mutations:** rs20200226

## Full text

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## References

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