# Polytrauma in the DACH region: Comparison of trauma registry data from Germany, Austria and Switzerland

**Authors:** Houmam Anees, Thaqif El Khassawna, Christian Heiß, Christoph Biehl

PMC · DOI: 10.1007/s00113-025-01674-8 · Unfallchirurgie (Heidelberg, Germany) · 2026-01-09

## TL;DR

This paper compares trauma care data from Germany, Austria, and Switzerland to understand differences in patient outcomes and care processes.

## Contribution

The study provides a comparative analysis of trauma registry data across three countries in the DACH region.

## Key findings

- Germany reported 28,718 primary treated trauma patients in 2023 with a 7.4% hospital mortality rate.
- Austria had a higher mortality rate (14.7%) with fewer cases and higher ISS scores compared to Germany.
- Switzerland's data showed a 11.6% mortality rate with a heavier focus on severely injured patients.

## Abstract

Traumaregister ermöglichen eine systematische Bewertung der Versorgungsqualität schwer verletzter Patienten. Ziel dieser Arbeit ist der Vergleich zentraler epidemiologischer, klinischer und prozessbezogener Parameter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz anhand ihrer nationalen Traumaregister.

Es wurde eine narrative, deskriptive Analyse der aktuell verfügbaren Registerdaten durchgeführt. Für Deutschland (TR-DGU, 2023) und Österreich (TR-ÖGU, 2023) wurden ausschließlich Daten des Basiskollektivs verwendet [1, 2]. Für die Schweiz wurden mangels Jahresberichten die publizierten Daten des Swiss Trauma Registry (STR, 2015–2019; Costa et al.) ausgewertet, die ausschließlich Fälle mit einem ISS ≥ 16 und/oder AIS des Kopfes ≥ 3 umfassen [3, 4]. Aufgrund unterschiedlicher Einschlusskriterien und Zeiträume wurde kein inferenzstatistischer Vergleich durchgeführt.

Deutschland dokumentierte 2023 im Basiskollektiv 31.217 Patienten, davon 28.718 primär versorgt (Ø 54,5 Jahre, 69,6 % männlich, Ø ISS 18,5). In der Outcome-Kohorte von 25.208 Patienten lag die Krankenhausmortalität bei 7,4 % [1]. Österreich erfasste im selben Jahr 1060 Fälle (Ø 50,2 Jahre, 73,8 % männlich, Ø ISS 22,6) mit einer Mortalität von 14,7 % [2]. In der Schweiz wurden in den publizierten STR-Analysen zwischen 2015 und 2019 insgesamt 13.222 Patienten erfasst (Ø 58 Jahre, 68 % männlich, Ø ISS 22) mit einer Mortalität von 11,6 % [3, 4]. Während in allen 3 Ländern stumpfe Traumata dominieren (> 90 % in DE/AT, ≈ 94 % geschätzt aus Costa et al.), unterscheiden sich die prähospitalen Strukturen: Deutschland und Österreich setzen auf ein notarztbasiertes System, die Schweiz stärker auf Paramedics. Prozessparameter wie präklinische Intubation, Schockraum-CT oder Transfusionen variieren zwischen den Ländern, zeigen jedoch insgesamt vergleichbare Versorgungsabläufe.

Die Traumaregister im DACH-Raum zeigen insgesamt vergleichbare Strukturen in der Versorgung schwer verletzter Patienten, unterscheiden sich jedoch in Altersprofil, Fallselektion, Mechanismen und Mortalität. Da für die Schweiz ausschließlich publizierte STR-Analysen verfügbar sind, die nur schwer verletzte Patienten einschließen, ist die Schweizer Kohorte definitionsgemäß schwerer verletzt als die deutschen und österreichischen Basiskollektive. Harmonisierte Registerstrukturen und gemeinsame Auswertungen könnten künftig dazu beitragen, länderübergreifend voneinander zu lernen und die Versorgungsqualität weiter zu verbessern.

## Full-text entities

- **Diseases:** Polytrauma (MESH:D009104), blunt trauma (MESH:D014949), Trauma (MESH:D014947)
- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]

## Full text

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## Figures

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## References

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