# Perioperative anesthesiological management of postmortem organ donors in Germany—A prospective cross-sectional study using an online survey

**Authors:** Tobias Piegeler, Jan S. Englbrecht, Martin Söhle, Madeleine Ordnung, Klaus Hahnenkamp, Svitlana Ziganshyna

PMC · DOI: 10.1007/s00101-026-01647-5 · Die Anaesthesiologie · 2026-01-28

## TL;DR

This study explores how anesthesiologists in Germany manage organ donors after death, finding significant variation in practices and suggesting the need for guidelines.

## Contribution

The study is the first to systematically survey anesthetic practices for postmortem organ donation in Germany.

## Key findings

- Anesthetic practices for postmortem organ donation in Germany are highly variable.
- The use of specific potentially organ-protective medications is influenced by hospital level and training in transplantation.
- There are no existing guidelines for anesthetic management of postmortem organ donors in Germany.

## Abstract

Im Gegensatz zur intensivmedizinischen Therapie existieren bisher keine Handlungsempfehlungen zum anästhesiologischen Management postmortaler Organspenderinnen und Organspender in Deutschland. Zudem ist unbekannt, wie die anästhesiologische Versorgung in den Entnahme-Krankenhäusern durchgeführt wird.

Erfassung der Praxis des anästhesiologischen Managements der postmortalen Organspende.

Prospektive Querschnittstudie (DRKS00033627) mittels anonymisierter Online-Umfrage unter den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie den bei der Deutschen Stiftung für Organtransplantation registrierten Transplantationsbeauftragten. Neben demografischen Angaben und der eigenen Erfahrung in der Betreuung von Organspenderinnen und Organspendern wurde das konkrete anästhesiologische Vorgehen während eines solchen Eingriffs erfragt.

Es wurden insgesamt 951 Fragebogen aus allen stationären Versorgungsstufen ausgewertet (28 % Grund‑/Regelversorger, 29 % Schwerpunktversorger, 17 % Maximalversorger, 24 % Universitätskliniken, 1 % Sonstige). Die Antworten zum konkreten Vorgehen, insbesondere bezüglich der eingesetzten Medikamente und der Indikation zur Transfusion von Erythrozytenkonzentraten, waren insgesamt heterogen. In einer multivariaten logistische Regressionsanalyse zeigte sich, dass neben der Versorgungsstufe der Kliniken v. a. die Absolvierung des Curriculums „Transplantationsbeauftragter Arzt“ einen Einfluss auf die Verabreichung spezifischer (potenziell organprotektiver) Medikamente haben könnte.

Die anästhesiologische Betreuung zur postmortalen Organspende wird in Deutschland aktuell sehr unterschiedlich gehandhabt. Die Erstellung von Handlungsempfehlungen erscheint daher angezeigt.

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