# Schambezogene Störungen bei Patienten mit atopischer Dermatitis und Psoriasis – eine explorative, Querschnitts‐Interviewstudie zu Prävalenz und Korrelaten körperdysmorpher Störungen und sozialer Angststörungen

**Authors:** Clara Wülfing, Carsten Spitzer, Laura Lübke, Steffen Emmert, Alexander Thiem

PMC · DOI: 10.1111/ddg.15892_g · Journal Der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft · 2026-02-05

## TL;DR

This study explores the prevalence of body dysmorphic disorder and social anxiety in patients with atopic dermatitis and psoriasis.

## Contribution

The study is the first to explore shame-related disorders in patients with atopic dermatitis and psoriasis using diagnostic interviews.

## Key findings

- 17.2% of patients had current shame-related disorders, and 31.8% had lifetime prevalence.
- Body dysmorphic disorder and social anxiety were more common in younger patients and females.
- Patients with shame-related disorders showed significantly worse quality of life scores.

## Abstract

Atopische Dermatitis (AD) und Psoriasis (Pso) gehen oft mit psychischer Belastung einher. In dieser Studie untersuchten wir die Prävalenz und die Korrelate schambezogener Störungen (SRD), das sind die körperdysmorphe Störung (BDD) und die soziale Angststörung (SAD), bei Patienten mit AD und Pso.

In einer monozentrischen Querschnittsstudie wurden zwischen 07/2023 und 03/2024 erwachsene Patienten rekrutiert. Eine klinische Psychologin führte diagnostische Interviews zur Erfassung von BDD und SAD durch. Zusätzlich wurden der DLQI und der EASI beziehungsweise der PASI erhoben.

Insgesamt wurden 151 Patienten eingeschlossen, davon 55 (36,4%) mit AD und 96 (63,6%) mit Pso. Die Punkt‐ und Lebenszeitprävalenz von SRD betrugen in der Gesamtstichprobe 17,2% beziehungsweise 31,8%. Für BDD lag die Punktprävalenz bei 10,6%, die Lebenszeitprävalenz bei 26,5%. Für SAD betrugen diese Werte 12,6% beziehungsweise 17,2%. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen Patienten mit AD und Pso. SRD waren signifikant mit jüngerem Alter und weiblichem Geschlecht assoziiert. Zudem war der DLQI bei Betroffenen mit SRD deutlich eingeschränkt.

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass SRD bei Patienten mit AD und Pso häufig vorkommen und ihre routinemäßige Erfassung in der Klinik weiter untersucht werden sollte.

## Linked entities

- **Diseases:** Psoriasis (MONDO:0005083)

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