# Work-related fatigue in anesthesia and intensive care medicine: Review article on a structural problem

**Authors:** Gerrit Herpertz, Friederike Roesch, Igor Abramovich, Alexandra Trinks, Verena Ghezel-Ahmadi, Martina Nowak-Machen, Karin Becke-Jakob

PMC · DOI: 10.1007/s00101-025-01622-6 · 2026-01-19

## TL;DR

This paper reviews work-related fatigue among anesthesiologists and intensive care workers, highlighting its impact on health and patient safety, and suggests management strategies.

## Contribution

The paper introduces a structured approach to managing fatigue in healthcare, emphasizing its role in improving patient safety and professional well-being.

## Key findings

- Fatigue affects all career stages of medical professionals and is linked to critical incidents in clinical settings.
- Fatigue-Risk-Management-Systems and optimized shift planning are effective in reducing workload and improving patient safety.
- The paper draws on the European 'Fatigue Project' and 'Fight-Fatigue' campaign to propose practical solutions.

## Abstract

Arbeitsbedingte Fatigue ist ein ernst zu nehmendes psychophysiologisches Phänomen, das sich durch Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, verminderte Wachsamkeit sowie eingeschränkte Entscheidungsfähigkeit äußert. Häufig entsteht sie durch gestörte Schlafmuster und Schichtarbeit und erhöht das Risiko kritischer Zwischenfälle im Klinikalltag. Besonders betroffen sind Anästhesist:innen, deren unregelmäßige Arbeitszeiten den zirkadianen Rhythmus stören. Obwohl Fatigue reversibel ist, wenn geeignete Maßnahmen ergriffen werden, wird sie in Deutschland bislang kaum als strukturelles Problem erkannt.

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Arbeitsbedingungen im europäischen Gesundheitswesen zunehmend verschlechtert – ein Trend, der in der COVID-19-Pandemie seinen Höhepunkt fand. Diese Entwicklung hat gezeigt, dass das Wohlergehen medizinischer Fachkräfte stärker in den Fokus rücken muss. Die vorliegende Übersichtsarbeit will das Bewusstsein für Fatigue schärfen und Einblicke in wirksame Managementstrategien geben. Dabei werden sowohl internationale Konzepte als auch lokale Lösungsansätze für das deutsche System betrachtet.

Die nun vorliegende Übersicht und Analyse stützt sich auf Studien und Materialien aus dem europäischen „Fatigue Project“ sowie der „Fight-Fatigue“-Kampagne. Sie beleuchtet die Auswirkungen von Fatigue über alle Karrierephasen hinweg und identifiziert praxisnahe Maßnahmen zur Risikoreduktion.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Fatigue alle Berufsphasen betrifft. Strukturiertes Fatigue-Management ist daher ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Gesundheitsversorgung. Besonders wirksam zeigen sich Fatigue-Risk-Management-Systeme und eine optimierte Dienstplanung, um die Belastung des Personals zu reduzieren und die Patientensicherheit zu erhöhen.

## Full-text entities

- **Diseases:** FRMS (MESH:D005221), Crisis (MESH:D001752), impaired concentration (MESH:C567712), EPSF (MESH:D004675), Burn (MESH:D002056), Syndrom (MESH:D013577), Diabetes (MESH:D003920), COVID-19 (MESH:D000086382)
- **Chemicals:** ESAIC (-), CO2 (MESH:D002245), OP (MESH:C572232)
- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]

## Figures

3 figures with captions in the complete paper: https://tomesphere.com/paper/PMC12855436/full.md

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Source: https://tomesphere.com/paper/PMC12855436