# Prehospital treatment of severely injured children in Germany: Epidemiology, interventions and structural perspectives

**Authors:** Lennart Burger, Sebastian Rehberg, Karl-Christian Thies

PMC · DOI: 10.1007/s00101-025-01624-4 · 2026-01-09

## TL;DR

This paper reviews the challenges and care of severely injured children in Germany's emergency services, highlighting the need for specialized treatment and improved systems.

## Contribution

The paper provides a narrative overview of pediatric trauma care in Germany, contextualizing it within international practices and identifying structural improvements.

## Key findings

- Pediatric trauma cases account for about 5% of ground and 6–13% of air emergency services.
- Invasive procedures like intubation are rare, while oxygen and immobilization are common in prehospital care.
- Air ambulance and specialized trauma centers are associated with better survival rates for injured children.

## Abstract

Schwer verletzte Kinder machen nur einen kleinen Anteil der Einsätze im Rettungsdienst aus, stellen die Einsatzteams aber aufgrund altersabhängiger Anatomie und Physiologie, komplexer Verletzungsmuster und hoher emotionaler Belastung vor große Herausforderungen. Diese narrative Übersichtsarbeit fasst die Evidenz zu Epidemiologie und präklinischer Versorgung pädiatrischer Traumapatienten im deutschen Rettungsdienst zusammen und ordnet die Befunde in einen internationalen Kontext ein.

Es wurde eine PubMed-Suche mit den Begriffen „children“, „trauma“ und „prehospital“ durchgeführt. Eingeschlossen wurden Studien zur präklinischen Versorgung verletzter Kinder und Jugendlicher; von 421 Treffern wurden 20 Arbeiten ausgewählt und durch Rückwärtssuche ergänzt, mit Fokus auf Daten aus Deutschland und vergleichbaren Hochlohnländern.

Pädiatrische Notfälle machen etwa 5 % der bodengebundenen und 6–13 % der luftgebundenen Einsätze aus; schwer verletzte Kinder (z. B. NACA IV–VII) stellen nur einen kleinen Bruchteil dar und machen das pädiatrische Polytrauma zu einem klassischen „Low-frequency-high-impact“-Szenario. Der Anteil traumatischer Notfälle steigt mit dem Alter und ist im Jugendalter am höchsten; Jungen sind in allen Kollektiven überrepräsentiert. Stürze und Verkehrsunfälle dominieren, überwiegend als stumpfe Traumata mit vorwiegend Kopf- und Extremitätenverletzungen. Ein Polytrauma wird nur bei rund 5 % der verletzten Kinder beschrieben und betrifft v. a. ältere Kinder und Jugendliche. Sauerstoffgabe, venöse Zugänge, Immobilisation und Analgesie gehören zu den häufigen Maßnahmen, während Intubation, intraossäre Zugänge, Thoraxdrainagen und andere invasive Prozeduren selten bleiben. Mehrere Studien belegen, dass Luftrettung sowie die primäre Aufnahme in ein (pädiatrisches) Traumazentrum mit einer verbesserten Überlebensrate assoziiert sind.

Pädiatrische Traumapatienten bilden eine kleine, aber risikobehaftete Patientengruppe, bei der invasive Prozeduren unter Zeitdruck und emotionaler Belastung durchgeführt werden müssen. Die Versorgung komplexer Fälle durch spezialisierte HEMS-Teams und in klar ausgewiesenen (pädiatrischen) Traumazentren, eine gestärkte notfallsanitäterbasierte Versorgung, simulationsbasiertes Training und eine standardisierte prä- und innerklinisches Outcome-orientierte Datenerfassung sowie der weitere Ausbau regional koordinierter Traumanetzwerke sind zentrale Schritte zur Verbesserung der präklinischen Versorgung verletzter Kinder.

## Full-text entities

- **Diseases:** injuries (MESH:D014947), Polytrauma (MESH:D009104), blunt trauma (MESH:D014949)
- **Chemicals:** Oxygen (MESH:D010100)
- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]

## Figures

5 figures with captions in the complete paper: https://tomesphere.com/paper/PMC12855368/full.md

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Source: https://tomesphere.com/paper/PMC12855368