# Monitoring of HIV pre-exposure prophylaxis in Germany based on statutory health insurance claims data

**Authors:** Frederik Valbert, Daniel Schmidt, Christian Kollan, Martin Friebe, Konstantinos Voulgaris, Barbara Gunsenheimer-Bartmeyer, Jürgen Wasem, Anja Neumann

PMC · DOI: 10.1007/s00103-025-04165-8 · Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz · 2025-11-27

## TL;DR

This study monitored the use of HIV pre-exposure prophylaxis (PrEP) in Germany from 2019 to 2022 using health insurance claims data.

## Contribution

The study demonstrated the feasibility of using statutory health insurance data for annual monitoring of PrEP usage and outcomes.

## Key findings

- The number of PrEP users increased from 1058 in 2019 to 3194 in 2022.
- Therapy adherence decreased from 98% in 2019 to 91-92% in subsequent years.
- Only two HIV infections were observed, likely not occurring while on PrEP.

## Abstract

Seit September 2019 ist die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) enthalten. Ziel des präsentierten Moduls der PrEP-Surv-Studie war ein Monitoring des PrEP-Geschehens in den Jahren 2019 bis 2022 sowie eine Untersuchung der Eignung von GKV-Routinedaten für ein jahrweises Monitoring der PrEP-Versorgung.

PrEP-Nutzende wurden in anonymen Daten der BARMER aus den Jahren 2019 bis 2022 identifiziert und analysiert. Gegenstand der Analysen waren jahrweise eine Bestimmung der Anzahl der PrEP-Nutzenden, eine Deskription der Kohorten hinsichtlich Alter, Geschlecht und Therapietreue, eine Identifikation von HIV-Infektionen sowie die Ermittlung der Raten sexuell übertragbarer Infektionen beziehungsweise Infektionskrankheiten (STI).

Von 2019 bis 2022 wurde ein Anstieg der PrEP-Nutzendenanzahl von 1058 auf 3194 beobachtet. Demografische Merkmale blieben dabei weitgehend unverändert, während die durchschnittliche zensierte Therapietreue von 98 % im Jahr 2019 auf 91 % bis 92 % in den Folgejahren fiel. Bei 2 Personen wurden HIV-Infektionen beobachtet, wobei die Transmissionen mutmaßlich nicht unter PrEP-Nutzung stattfanden. Hinsichtlich der STI-Raten waren im Zeitverlauf keine klaren Veränderungen zu beobachten.

Die beobachtete Kohorte scheint gut mit anderen PrEP-Kohorten in Deutschland vergleichbar zu sein. Die Stabilität der demografischen Merkmale kann möglicherweise ein Hinweis darauf sein, dass Personengruppen mit PrEP-Indikation, die zu Beginn der Kostenerstattung nicht erreicht wurden, auch weiterhin nicht erreicht werden. Neben einer Deskription des PrEP-Geschehens konnte ein Ansatz aufgezeigt werden, wie ein jährliches Monitoring auf Basis von GKV-Routinedaten umsetzbar wäre.

## Full-text entities

- **Diseases:** HIV infections (MESH:D015658), STI (MESH:D012749)
- **Species:** Human immunodeficiency virus 1 (no rank) [taxon 11676]

## Full text

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## References

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