# Lost in translation—an investigation of listening effort and performance in cochlear implant users in first and foreign language settings

**Authors:** Susann Thyson, Simone Volpert, Maika Werminghaus, Laurenz Althaus, Thomas Klenzner

PMC · DOI: 10.1007/s00106-025-01666-5 · Hno · 2025-09-05

## TL;DR

This study compares how cochlear implant users and people with normal hearing understand speech in background noise using their first and a foreign language.

## Contribution

The study reveals that cochlear implant users perform worse and feel more effort in understanding foreign language speech in noisy environments.

## Key findings

- Cochlear implant users had significantly worse speech understanding in English compared to German in noisy conditions.
- Both cochlear implant users and normal-hearing individuals reported higher mental effort when performing the speech test in English.
- There was no correlation between perceived English language proficiency and mental effort in either group.

## Abstract

Das Sprachverstehen in einer Fremdsprache stellt im Störschall eine erhöhte Anforderung dar. Für mehrsprachige Patient*innen mit Cochleaimplantat (PmCI) ergibt sich daraus eine besondere Herausforderung, da die audiometrische Routinediagnostik meist in der Umgebungssprache und nicht in der Erstsprache der Patient*innen erfolgt. Diese Studie untersucht deshalb das Sprachverstehen im Störschall sowie das subjektive Anstrengungsempfinden von PmCI im Vergleich zu normalhörenden Personen unter erst- und fremdsprachlichen Bedingungen.

PmCI und normalhörende Proband*innen (NH) absolvierten den Oldenburger Satztest (OLSA) in Deutsch und in der Fremdsprache Englisch. Erfasst wurden der SNR50 (Signal-Rausch-Verhältnis) und die subjektive mentale Anstrengung, gemessen mittels der Einschätzungsskala Rating Scale Mental Effort (RSME). Außerdem wurde die subjektive Sprachkompetenz in der Fremdsprache Englisch mithilfe des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) erhoben.

Insgesamt wurden 28 Personen mit Deutsch als Erstsprache und Englisch als Fremdsprache (14 PmCI, 14 NH) einbezogen. Für die PmCI war der OLSA in Deutsch signifikant besser verständlich als in Englisch (p = 0,010), während sich bei den NH kein signifikanter Unterschied zwischen den Sprachbedingungen zeigte. Das Anstrengungsempfinden war sowohl bei PmCI (p = 0,003) als auch bei NH (p = 0,003) bei der Durchführung des OLSA in Englisch signifikant höher als bei der Durchführung des OLSA in Deutsch. Ein Zusammenhang zwischen subjektiv eingeschätzter Sprachkompetenz in Englisch und empfundener Anstrengung konnte in keiner Gruppe festgestellt werden.

Die signifikant schlechtere Performanz von PmCI im OLSA im Störschall unter fremdsprachlichen Bedingungen verdeutlicht, dass mehrsprachige PmCI im Störschall stärker beeinträchtigt sind. Die zusätzlich reduzierte Automatisierung sprachlicher Verarbeitung sowie eine eingeschränkte Nutzung von Top-down-Hörstrategien, also der Nutzung von Vorwissen, Kontext und Erwartungen zum Schließen von Lücken im akustischen Signal, erschweren das Verstehen bei Hintergrundgeräuschen, was zu höherer Anstrengung und vermehrten Hörverständnislücken führen kann. Diese Effekte scheinen bei mehrsprachigen Personen besonders ausgeprägt. Dies verdeutlicht die Relevanz einer individualisierten, sprachlich und kulturell sensiblen Versorgung von PmCI in der klinischen Routine.

## Full-text entities

- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]

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## Figures

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