# Food supplements and fortified foods: benefits, risks and approaches to consumer protection

**Authors:** Carolin Bendadani, Nadiya Bakhiya, Evelyn Breitweg-Lehmann, Anke Ehlers, Karen Ildico Hirsch-Ernst, Birgit Liebscher, Anke Weißenborn

PMC · DOI: 10.1007/s00103-025-04134-1 · Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz · 2025-10-10

## TL;DR

The paper discusses the use of food supplements and fortified foods in Germany, highlighting their limited benefits and potential risks for health.

## Contribution

The paper provides a comprehensive analysis of consumer protection approaches for food supplements and fortified foods in Germany.

## Key findings

- Most Germans consume adequate micronutrients through regular diet, making supplements unnecessary for healthy individuals.
- High-dose supplements may increase the risk of adverse effects, especially when containing additional substances like caffeine or Omega-3.
- Fortified foods can contribute significantly to overall nutrient exposure, often unnoticed by consumers.

## Abstract

In Deutschland nehmen etwa 2 Drittel der Erwachsenen und etwa 5–20 % der Kinder Nahrungsergänzungsmittel (NEM), oft in der Annahme, dadurch ihre Gesundheit oder Leistungsfähigkeit zu verbessern. Verzehrdaten zeigen, dass die Bevölkerung hierzulande mit wenigen Ausnahmen adäquate Mengen an Mikronährstoffen über die übliche Nahrung aufnimmt. NEM sind daher für gesunde Menschen, die sich abwechslungsreich und ausgewogen ernähren, in der Regel unnötig. Es gibt nur wenige Fälle, in denen eine gezielte Nahrungsergänzung sinnvoll sein kann. Dagegen erhöht die regelmäßige Nutzung von hochdosierten NEM, vor allem bei gut versorgten Menschen, das Risiko für unerwünschte Effekte, insbesondere wenn die Produkte auch „sonstige Stoffe“ mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung enthalten wie etwa Omega-3-Fettsäuren oder Koffein.

Mikronähr- oder „sonstige Stoffe“ dürfen auch herkömmlichen Lebensmitteln zugesetzt werden. Die so „angereicherten Lebensmittel“ können – oft unbemerkt – erheblich zur Gesamtexposition beitragen. In der Europäischen Union (EU) sind NEM (wie auch angereicherte Lebensmittel) rechtlich als Lebensmittel, nicht als Arzneimittel definiert. Im Lebensmittelrecht gilt, dass Lebensmittel, die nicht sicher sind, nicht in Verkehr gebracht werden dürfen. Für die Sicherheit sind die Lebensmittelunternehmer verantwortlich; die Kontrolle obliegt in Deutschland den Landesüberwachungsbehörden. Dies stellt eine große Herausforderung dar, u. a., weil NEM zunehmend über das Internet vertrieben werden. Um die Überwachung zu erleichtern und den Schutz der Verbraucher zu gewährleisten, müssen dringend Regelungslücken geschlossen werden, indem EU-harmonisierte Höchstmengen für Mikronährstoffe festgesetzt und „sonstige Stoffe“ besser reguliert werden.

## Linked entities

- **Chemicals:** Koffein (PubChem CID 2519)

## Full-text entities

- **Chemicals:** omega-3 fatty acids (MESH:D015525), caffeine (MESH:D002110)

## Full text

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## Figures

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## References

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