# Quality of early sepsis diagnostics in German intensive care units—Results of a nationwide survey

**Authors:** Stefanie Michel, Kristina Renckhoff, Florian Espeter, Daniel Richter, Markus A. Weigand, Tobias Schürholz, Thorsten Brenner, Simon Dubler

PMC · DOI: 10.1007/s00101-025-01562-1 · Die Anaesthesiologie · 2025-07-23

## TL;DR

This study assesses the quality of early sepsis diagnostics in German intensive care units through a nationwide survey of medical professionals.

## Contribution

The paper provides new insights into current diagnostic practices and gaps in sepsis management in German ICUs.

## Key findings

- The qSOFA score is widely used for early sepsis detection despite conflicting guidelines.
- Only a minority of ICUs have round-the-clock microbiological services or molecular diagnostic tools.
- Interdisciplinary visits involving microbiology or clinical pharmacology occur in less than half of the surveyed ICUs.

## Abstract

Die Versorgung von Sepsispatient*innen stellt eine anhaltende intensivmedizinische Herausforderung dar und führt selbst in medizinisch hochentwickelten Ländern zu inakzeptabel hohen Morbiditäts- und Mortalitätsraten.

Wie steht es um die Qualität der frühzeitigen Sepsisversorgung auf deutschen Intensivstationen?

Zur Bewertung der Qualität der frühen Sepsisbehandlung führten wir eine nationale, internetbasierte Umfrage unter den Mitgliedern der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) durch.

Insgesamt wurden 1935 Intensivmediziner*innen in ganz Deutschland befragt, von denen 459 erfahrene Fachärzt*innen geantwortet haben – darunter 38 % Chefärzt*innen und 61 % Oberärzt*innen. Insgesamt berichteten 66 % der Teilnehmenden von der Anwendung von Screeninginstrumenten zur frühen Sepsiserkennung, wobei der qSOFA mit 71 % am häufigsten eingesetzt wurde. In 32,7 % der befragten Intensivstationen stand ein mikrobiologischer Dienst rund um die Uhr zur Verfügung. Interdisziplinäre Visiten unter Einbeziehung der Mikrobiologie oder der klinischen Pharmakologie fanden in 55,5 % bzw. 52,5 % der Intensivstationen statt. Molekulare diagnostische Verfahren (z. B. SeptiFast® (Roche, Basel, Schweiz)) zur schnellen Erregeridentifikation waren lediglich in 10,9 % der befragten Institutionen verfügbar.

Zusammenfassend zeigt sich, dass der Einsatz des qSOFA-Scores – trotz abweichender aktueller internationaler Leitlinienempfehlungen – weiterhin sehr verbreitet ist. Zudem fanden interdisziplinäre Visiten mit der Mikrobiologie bzw. Pharmakologie nur auf der Hälfte der teilnehmenden Intensivstationen statt. Molekularbiologische diagnostische Verfahren zählen nach wie vor nur in wenigen Krankenhäusern zum diagnostischen Standard.

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (10.1007/s00101-025-01562-1) enthalten.

## Full-text entities

- **Diseases:** organ failure (MESH:D009102), sepsis (MESH:D018805)
- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]

## Full text

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## Figures

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## References

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