# Visualizing the ‘unspeakable’: venereal diseases at the 1926 GeSoLei (Great Exhibition for Health Care, Social Welfare, and Physical Exercise)

**Authors:** Matthis Krischel, Sarah Czirr, Friedrich H. Moll

PMC · DOI: 10.1007/s00120-025-02633-2 · 2025-06-20

## TL;DR

The 1926 GeSoLei exhibition in Düsseldorf visually addressed venereal diseases, reflecting medical, moral, and social attitudes toward sexuality and public health.

## Contribution

This paper analyzes how venereal diseases were visually and conceptually presented at the GeSoLei, highlighting the intersection of medicine, morality, and aesthetics.

## Key findings

- The exhibition used visual tools like charts and models to communicate about syphilis and other diseases.
- It framed sexual health within concepts of social hygiene and racial hygiene, avoiding discussions of sexual diversity.
- The presentation emphasized moral responsibility and public health, reflecting broader societal norms.

## Abstract

Die GeSoLei (Große Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen) in Düsseldorf im Jahr 1926 war nicht nur eine der größten Ausstellungen der Weimarer Republik. Im Zentrum stand die oft visuelle Vermittlung von Gesundheitsthemen – darunter auch die Präsentation von Geschlechtskrankheiten. Diese Themen wurden im Spannungsfeld von medizinischer Aufklärung, moralischer Normierung und ästhetischer Inszenierung vermittelt. Die Abteilung „Volkskrankheiten, Volksgebrechen, Volksunsitten“ (Hauptabteilung Soziale Fürsorge) vermittelte Informationen über Tuberkulose, Alkoholismus und Syphiliserkrankungen, die nicht nur medizinisch, sondern auch sozial und moralisch aufgeladen waren. Anhand von Schautafeln, Moulagen und interaktiven Exponaten wurde der Zusammenhang von Sexualität, Krankheit und gesellschaftlicher Verantwortung betont. Die visuelle Strategie folgte dabei einem pädagogischen und oft abschreckenden Prinzip, das durch standardisierte Darstellungsformen eine massentaugliche Ansprache ermöglichte. Die Ausstellung integrierte neben dem Leitkonzept der Sozialhygiene auch Rassen- und Erbgesundheitslehre und rückte Geschlechtskrankheiten in den Kontext der „Volksgesundheit“ und „rationalen Menschenwirtschaft“. Aspekte sexueller Vielfalt oder der Sexualwissenschaft, wie sie etwa von Magnus Hirschfeld vertreten wurden, blieben hingegen ausgespart. Dieser Beitrag analysiert die visuelle und konzeptionelle Ausstellung von Geschlechtskrankheiten auf der GeSoLei als exemplarisches Beispiel für die Medikalisierung und Moralisierung von Sexualität im frühen 20. Jahrhundert – eingebettet in ein komplexes Gefüge aus Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Ästhetik.

## Full-text entities

- **Diseases:** tuberculosis (MESH:D014376), syphilis (MESH:D013587), sexually transmitted diseases (MESH:D012749), Common Diseases (MESH:D002340), alcoholism (MESH:D000437)

## Figures

14 figures with captions in the complete paper: https://tomesphere.com/paper/PMC12287214/full.md

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Source: https://tomesphere.com/paper/PMC12287214