# Mentally ill citizens as victims of violation of physical integrity and extermination under the NS regime based on the example of a German city

**Authors:** Beatrice Rose, Jörg-Stefan Schulz, Eckhard Sundermann, Paraskevi Mavrogiorgou, Georg Juckel

PMC · DOI: 10.1007/s00115-024-01745-y · Der Nervenarzt · 2024-09-26

## TL;DR

This paper examines how mentally ill citizens in a German city were victims of Nazi euthanasia programs, focusing on their forced sterilizations and deaths.

## Contribution

The study identifies specific victims and transport routes of the Nazi euthanasia program in Bochum, a region previously understudied.

## Key findings

- 366 Bochumer citizens were identified as victims of Nazi 'euthanasia' transports.
- Patient records and sterilization data were verified using archival documents.
- The study is part of a broader effort to memorialize victims through the Stolperstein project.

## Abstract

Auch 90 Jahre nach nationalsozialistischer Machtergreifung und Beginn des dunkelsten Kapitels deutscher Psychiatriegeschichte bleibt die Auseinandersetzung mit der medizinhistorischen Vergangenheit als kontinuierliche ärztliche Verantwortung von großer Relevanz. Die Eingriffe in das Leben psychisch kranker Menschen durch das nationalsozialistische Regime sind zwar ein fest etablierter Bestandteil der medizinhistorischen Forschung; über die genauen Vorgänge in einer konkreten Region mit ihren betroffenen Bürgerinnen und Bürgern ist jedoch bisher wenig bekannt.

Ziel dieser Untersuchung war es daher, Verlegungsrouten der „Euthanasie“-Transporte und Sterbeorte der Bochumer Opfer sowie Patientencharakteristika der Betroffenen zu identifizieren.

Zum untersuchten Zeitpunkt erfolgte die stationäre Versorgung psychisch kranker Patientinnen und Patienten aus dem Raum Westfalen in sieben Provinzialanstalten. In Bochum gab es damals keine psychiatrische Klinik, sodass die Patientinnen und Patienten auf diese Anstalten verteilt wurden. Die Basis dieser Untersuchung bildeten die Verlegungslisten der westfälischen Provinzialanstalten in die Euthanasie-Anstalten.

Es wurden insgesamt 366 Bochumer Bürgerinnen und Bürger identifiziert, die von „Euthanasie“-Verlegungen betroffen waren. Die Transportlisten wurden durch Aufnahme- und Abgangsbücher, Sterbelisten sowie Patientenakten verifiziert. Mithilfe der Erbgesundheitsakten des Stadtarchivs konnten die verlegten Bochumer Patienten daraufhin untersucht werden, ob sie Opfer einer Zwangssterilisation wurden. Das Untersuchungsprojekt war durch die DGPPN-Wanderausstellung zur T4-Aktion angestoßen worden und ist Teil des Bochumer Stolpersteinprojekts.

## Full-text entities

- **Diseases:** Mentally ill (MESH:D001523), death (MESH:D003643), seizure (MESH:D012640)
- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]

## Full text

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## Figures

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