# Severe and fatal cases of poisoning in the emergency medical services—A 5-year analysis from the Poisoning Information Center North

**Authors:** Markus Roessler, Sarah Anja Müller, Andreas Schaper

PMC · DOI: 10.1007/s00101-025-01544-3 · Die Anaesthesiologie · 2025-06-13

## TL;DR

This study analyzes severe and fatal poisoning cases over five years, showing most occurred at home and involved medications, often in suicidal attempts.

## Contribution

The paper provides a detailed analysis of severe and fatal poisonings in Germany, focusing on causes and circumstances.

## Key findings

- Most severe and fatal poisonings occurred in a domestic setting and were intentional.
- Medications affecting the nervous system were the most common cause of poisoning.
- Chemical products and drugs were less frequently involved in severe cases.

## Abstract

Vergiftungsnotfälle machen 3–7 % aller Rettungsdiensteinsätze aus. Welche Toxine zu schweren und letalen Vergiftungen führen, wurde in Deutschland bislang nicht genau analysiert.

In dieser Untersuchung wurden alle über einen 5‑Jahres-Zeitraum vom Rettungsdienst dem GIZ-Nord gemeldeten Vergiftungen, die einen schweren oder tödlichen Verlauf hatten, analysiert. Die Vergiftungsschwere wurde mittels Poisoning Severity Score (PSS) [4] klassifiziert, und die ursächlichen Noxen wurden nach dem ATC-System [6] zugeordnet.

Von 8528 Anfragen waren in 259 Fällen die Intoxikationen schwer, in 14 Fällen letal. Am häufigsten betroffen waren 20- bis 49-Jährige. In 221 (81 %) dieser Fälle erfolgte die Intoxikation in suizidaler Absicht und am häufigsten im häuslichen Umfeld. In 199 Fällen waren Arzneimittel, die mehrheitlich von Frauen (60,8 %) eingenommen wurden, ursächlich. Die häufigsten Substanzen waren Medikamente mit Wirkungen auf das Nervensystem, am zweithäufigsten, aber nur in 16 Fällen, Medikamente mit Wirkung auf das kardiovaskuläre System. In 29 Fällen (10,6 %) waren chemische Produkte auslösendes Agens, und nur bei 14 Fällen (5,1 %) waren es Drogen. Tödliche Verläufe wurden bei 14 Patienten (5,1 %) erfasst. Die meisten dieser Patienten wurden leblos aufgefunden und konnten nicht wiederbelebt werden. Drei Patienten wurden noch in eine Klinik transportiert, starben aber dort. Bei den letalen Intoxikationen waren prinzipiell geeignete Antidota nur in 3 Fällen verfügbar; bei diesen waren Wiederbelebungsmaßnahmen aber nicht mehr indiziert oder nicht erfolgreich.

Diese Untersuchung zeigt, dass sich die meisten schweren und tödlichen Intoxikationen im häuslichen Umfeld in suizidaler Absicht mithilfe von Arzneimitteln ereignen. Aufgrund der möglichen Zahl unterschiedlicher Substanzen und mit Blick auf die Kombinationsmöglichkeiten ist es Rettungsdienstpersonal nicht möglich, alle Effekte und Stoffinteraktionen einschätzen zu können. Bei einem frühzeitigen Kontakt zu einer GIZ kann diese durch ihren Zugriff auf große Datenbanken wichtige Empfehlungen hinsichtlich symptomatischer oder weiterführender Therapie und zu geeigneten Zielekrankenhäusern geben.

## Full-text entities

- **Diseases:** dead (MESH:D001926), Poisoning (MESH:D011041)
- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]

## Full text

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## Figures

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## References

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