# Alcohol and trauma: Retrospective analysis of traumatological emergency room patients and alcohol consumption at a university tertiary care hospital

**Authors:** Josina Straub, Julia Elisabeth Lenz, Markus Zimmermann, Manuela Malsy

PMC · DOI: 10.1007/s00101-025-01546-1 · Die Anaesthesiologie · 2025-06-18

## TL;DR

This study examines the link between alcohol consumption and trauma in emergency room patients, finding that alcohol significantly increases accident risk and injury severity.

## Contribution

The study provides empirical data on alcohol-related trauma in a university hospital's emergency setting, emphasizing the need for public prevention measures.

## Key findings

- 16.1% of trauma patients had detectable blood alcohol levels.
- Most alcohol-related accidents occurred between midnight and 4 AM, with 43.8% of patients in this time having ethanol in their blood.
- Alcohol consumption was strongly associated with traffic accidents and increased injury severity scores.

## Abstract

Seit Langem ist bekannt, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Alkoholkonsum einer Bevölkerung und der Häufigkeit von Unfällen gibt. Seit 1975 werden durch das Statistische Bundesamt Daten über Verkehrsunfälle mit polizeilich registriertem Personenschaden erhoben. Bei der Bewertung der Daten ist von einer erheblichen Dunkelziffer auszugehen, da nicht bei jedem Unfallbeteiligten konsekutiv der Ethanolgehalt im Blut erhoben wird. Die vermutlich beste Möglichkeit, alkoholbedingte Unfälle und Verletzungen zu erforschen, bieten daher Studien aus Notaufnahmen. Ziel der vorliegenden Studie war es, Patienten, die als traumatologischer Schockraum in einem universitären Maximalversorger vorstellig wurden, hinsichtlich einer konsekutiven Alkoholintoxikation zu untersuchen.

Es erfolgte die retrospektive Analyse aller traumatologischen Schockraumpatienten eines Maximalversorgers in Bayern ab dem 14. Lebensjahr, die von Anfang Januar 2021 bis Ende Dezember 2024 vorstellig wurden. Hierbei wurden neben dem Ethanolgehalt im Blut der Unfallmechanismus, die Schwere der Verletzung anhand des Injury Severity Score (ISS) sowie der tödliche Verlauf erfasst.

Insgesamt wurden 1780 verunfallte Patienten eingeschlossen. Die häufigsten Unfälle waren Verkehrsunfälle (58,7 %), gefolgt von Treppenstürzen (8,3 %) und Stürzen aus großer Höhe (8,2 %). Insgesamt konnte bei 16,1 % aller eingelieferten Patienten Ethanol im Blut nachgewiesen werden. Die Gammaglutamyltransferase(γ-GT)-Aktivität zeigte sich im Durchschnitt mit 75,1 U/l bei alkoholisierten Patienten erhöht. Zeitlich wurden in den späten Abend- und frühen Morgenstunden sowie am Wochenende die meisten alkoholintoxikierten Patienten beobachtet. Uhrzeitlich verunfallten die eingelieferten Personen am häufigsten zwischen 12 und 20 Uhr, wobei etwa jeder 10. Patient einen Blutalkoholspiegel ≥ 0,2 ‰ aufwies. In der Zeit zwischen 0 Uhr und 4 Uhr konnte bei 43,8 % der eingelieferten Schockraumpatienten Ethanol im Blut nachgewiesen werden. Der durchschnittliche Blutalkoholspiegel lag bei 1,55 ‰.

Alkohol ist auch heute noch ein entscheidender Risikofaktor für Unfälle, Verletzungen und Sterblichkeit. Die vorliegende Studie liefert wichtige Daten zum wahren Ausmaß alkoholbedingter Unfälle in der Schwerverletztenversorgung. Resultierend muss das Bewusstsein für den Risikofaktor Alkohol geschärft und wieder in den Fokus gestellt werden. Denn nur durch zusätzliche volksnahe, präventive Maßnahmen und ggf. Verbote kann eine Abnahme risikoreichen Alkoholkonsums in der Bevölkerung erreicht werden.

## Full-text entities

- **Genes:** GGT1 (gamma-glutamyltransferase 1) [NCBI Gene 2678] {aka CD224, D22S672, D22S732, GGT, GGT 1, GGTD}
- **Diseases:** injury (MESH:D014947), falls (MESH:C537863), alcohol intoxication (MESH:D000435), Alcohol (MESH:D000437), Accidents (MESH:D000081084)
- **Chemicals:** blood alcohol (-), Ethanol (MESH:D000431), Alcohol (MESH:D000438)
- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]

## Full text

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## Figures

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## References

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