# Invisible in the culture of remembrance in medicine? The Dresden-based urologist and venereologist Dora Gerson (1884–1941) was persecuted because of her Jewish heritage

**Authors:** Julia Nebe, Matthis Krischel

PMC · DOI: 10.1007/s00120-025-02614-5 · Urologie (Heidelberg, Germany) · 2025-06-06

## TL;DR

This paper highlights the overlooked contributions of Dora Gerson, a pioneering female urologist and venereologist persecuted during the Nazi era.

## Contribution

The paper brings attention to the erasure of women like Dora Gerson from the historical memory of urology and medicine.

## Key findings

- Dora Gerson was one of the first female German specialists in urology and dermatovenerology.
- Her career and life were largely forgotten, reflecting broader gender and historical biases in medical remembrance.
- Gerson's story exemplifies the dual marginalization of women and Jewish individuals in early 20th-century medicine.

## Abstract

Die Fachgeschichte der Urologie gilt traditionell als männlich geprägt. Dabei ist das Fach nie ausschließlich „Männerheilkunde“ gewesen – weder in Bezug auf die Patientenschaft noch das medizinische Personal. Der Beitrag beleuchtet exemplarisch das Leben und Wirken der Dresdner Ärztin Dora Gerson (1884–1941), einer der ersten deutschen Fachärztinnen für Urologie und Dermatovenerologie und macht auf die weitgehende Unsichtbarkeit von Frauen im fachkulturellen Gedächtnis aufmerksam. Gerson studierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts Medizin in München und Leipzig und war in den Folgejahren sowohl klinisch als auch sozialmedizinisch tätig. In ihrer Dresdner Praxis vereinte sie Urologie, Dermatologie und Venerologie und leitete zugleich eine öffentliche Beratungsstelle für geschlechtskranke Frauen. 1933 wurde Gerson die Kassenzulassung entzogen, sie musste ihre Praxis schließen und war ab 1940 als jüdische „Krankenbehandlerin“ an der Gartenbauschule in Ahlem in Hannover tätig. Im September 1941 nahm sie sich unter dem Druck zunehmender Repressionen das Leben. Ihre Biographie steht für eine doppelte Marginalisierung: als Angehörige eines strukturell benachteiligten Geschlechts und als Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Der Beitrag verknüpft Gersons Lebensweg mit Fragen nach Geschlecht, Erinnerungskultur und Anerkennungspraxis in der Medizin. Er zeigt auf, wie fachkulturelles Gedächtnis selektiv funktioniert und welchen Einfluss soziale Herkunft, Geschlecht und politische Umstände auf Sichtbarkeit und Vergessen in der Medizingeschichte haben. Die Auseinandersetzung mit Dora Gersons Geschichte steht damit zugleich für eine kritisch-reflexive Erinnerungskultur innerhalb der Urologie.

## Full-text entities

- **Diseases:** sexually transmitted diseases (MESH:D012749)
- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]

## Full text

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## Figures

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## References

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