# Language development test for 3–5-year-old children (3;0–5;11 years)—diagnostics of language and auditory memory: Retrospective analysis of children with bilateral cochlear implantation in early childhood

**Authors:** Barbara Streicher, Kerstin Kreibohm-Strauß, Stefanie Kröger, Dominique Kronesser, Yvonne Seebens, Cynthia Glaubitz, Dennis Metzeld, Ruth Lang-Roth

PMC · DOI: 10.1007/s00106-025-01631-2 · Hno · 2025-04-07

## TL;DR

This study examines how early cochlear implantation affects language and auditory memory development in young children.

## Contribution

The study provides insights into the impact of early bilateral cochlear implantation on language development in young children.

## Key findings

- Children implanted before 12 months show age-appropriate language development.
- Children implanted after 12 months catch up in language acquisition but may still lag behind.
- Language development varies widely within groups, highlighting the need for ongoing diagnostics and therapy.

## Abstract

Die Versorgung mit einem Cochleaimplantat (CI) beeinflusst die Ausbildung des auditiven Gedächtnisses und die Sprachentwicklung. Letztere ist eine Voraussetzung für den Erwerb der Schriftsprache und des Lesens und somit entscheidend für die spätere Bildungsbiografie.

Die Sprachentwicklungstests für drei- bis fünfjährige Kinder (SETK 3–5) wurden zur Beurteilung der rezeptiven und produktiven Sprachentwicklung sowie der auditiven Gedächtnisleistung während der Folgetherapie eingesetzt. Mit einer retrospektiven Querschnittsstudie wurden die Daten von Kindern, die bilateral mit Cochleaimplantaten (CI) versorgt wurden, aus 6 CI-Zentren der ACIR (Arbeitsgemeinschaft CI Rehabilitation) ausgewertet. Die Unterteilung der Studiengruppe erfolgt in Gruppen, die einerseits anhand des Lebensalters (LA) und anderseits nach ihrer Hörerfahrung mit CI, dem „Höralter“ (HA), ausgewertet wurden. Darüber hinaus wurde differenziert nach CI-Operation vor dem ersten Lebensjahr (CI ≤ 12 Monate) und CI-Operation ab dem zweiten Lebensjahr bis zum vierten Lebensjahr (CI > 12 ≤ 48 Monate). So entstehen die Gruppen für den SETK 3;0–3;11 Jahre: G1LA (CI ≤ 12 Monate), G2LA (CI > 12 ≤ 48 Monate), G1HA (CI ≤ 12 Monate), G2HA (CI > 12 ≤ 48 Monate). Für den SETK 4;0–5;11 Jahre sind es folgende Gruppen: G3LA (CI ≤ 12 Monate); G4LA (CI > 12 ≤ 48 Monate), G3HA (CI ≤ 12 Monate) und G4HA (CI > 12 ≤ 48 Monate).

Die Gruppen G1LA, G1HA, G3LA, G3HA (CI ≤ 12 Monate) erreichen altersgerechte Werte in allen Untertests des SETK (3–5). Kinder, die im zweiten Lebensjahr versorgt wurden, holen im Spracherwerb auf. Einige Kinder entwickeln ebenfalls sprachliche Fähigkeiten, jedoch liegen die T-Werte unterhalb der Norm in Bezug zum Lebensalter. Kinder, die mit Deutsch als Zweitsprache aufwachsen, zeigen Entwicklungen im Zweitspracherwerb. Ihre Ergebnisse sind in den Auswertungen bezogen auf das Lebensalter und der Hörerfahrung mit CI nicht altersgerecht.

Die frühe Versorgung im ersten Lebensjahr ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Kinder mit CI-Versorgung sprachliche Fähigkeiten entwickeln, die altersgerecht sind. Dennoch ist die Streuung innerhalb der Gruppen breit, sodass Sprachentwicklungsdiagnostik und Therapie im Rahmen der Folgetherapie während des primären Spracherwerbs erforderlich ist, damit Verzögerungen während des primären Spracherwerbs rechtzeitig erkannt werden.

## Full-text entities

- **Diseases:** language delay (MESH:D007805)

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