# Immunisation under conditions of scarcity—the standard and practice of vaccination in the German Democratic Republic from 1949 to 1970

**Authors:** Anne Thordis Wanke, Florian Bruns

PMC · DOI: 10.1007/s00103-025-04028-2 · Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz · 2025-03-06

## TL;DR

This paper examines vaccination practices in East Germany from 1949 to 1970, focusing on how limited resources and political goals shaped immunization efforts.

## Contribution

The study provides new insights into the practical challenges and adaptive strategies used for vaccination in a postwar, resource-scarce setting.

## Key findings

- Material shortages and lack of foreign currency made it difficult to meet vaccination targets in East Germany.
- Non-medical personnel were often tasked with vaccinations, and intracutaneous application was used to conserve vaccines.
- Incentives like kindergarten admissions were tied to vaccination proof to boost immunization rates.

## Abstract

In der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) etablierte sich in den 1950er- und 1960er-Jahren ein straff organisiertes Impfwesen. Dabei paarte sich das medizinische Bemühen, die in der Nachkriegszeit verbreiteten Infektionskrankheiten zu stoppen, mit dem politischen Willen, sich als verantwortungsvoller Vorsorgestaat zu präsentieren. Anhand von unpubliziertem Archivmaterial beleuchten wir im Folgenden die Alltagspraxis des Impfens in der frühen DDR. Wir können zeigen, dass die Vorgaben beim Impfen durch Materialengpässe, Personal- und Devisenmangel nur schwer zu erreichen waren. Häufig mussten die politisch gesetzten Normen an die Alltagsgegebenheiten angepasst und pragmatische Lösungen gefunden werden. Zu den Strategien im Umgang mit knappen Impfressourcen gehörten u. a. die Delegierung des Impfens an nichtärztliches Personal sowie die impfstoffsparende intrakutane Applikation. Impfmüdigkeit in der Bevölkerung war auch in der DDR ein Thema, das die Gesundheitsbehörden beschäftigte. Zur Erzielung hoher Impfquoten führte das DDR-Gesundheitsministerium Leistungsvergleiche auf Kreis- und Bezirksebene ein. Zudem wurde die Aufnahme in Kindergärten und Ferienlager an entsprechende Impfnachweise gebunden. Weitergehende Sanktionen, wie etwa Geldstrafen, wurden nur selten verhängt.

## Full-text entities

- **Diseases:** infectious diseases (MESH:D003141), fatigue (MESH:D005221)

## Full text

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## Figures

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