# Chronic rhinosinusitis with nasal polyposis: A retrospective analysis of therapeutic approaches in 463 patients

**Authors:** J. Strauss, R. Lochbaum, T. K. Hoffmann, B. Mayer, H. Appel, J. Hahn

PMC · DOI: 10.1007/s00106-024-01479-y · 2024-05-03

## TL;DR

This study analyzed treatment approaches for chronic rhinosinusitis with nasal polyps in 463 patients over 16 years, showing changes in therapy and outcomes.

## Contribution

The paper provides a long-term retrospective analysis of evolving treatment strategies and their effectiveness in CRSwNP patients.

## Key findings

- Conservative treatment with nasal corticosteroids increased from 43.9% to 72.2% between the two study periods.
- About 60% of patients underwent at least one nasal surgery, with 36.3% experiencing a recurrence within 2.4 years.
- Antibody therapy was introduced in 3.5% of patients as a new option for treatment-resistant cases.

## Abstract

Die chronische Rhinosinusitis mit Polyposis nasi (CRSwNP) wird zunehmend als multifaktorielle inflammatorische Erkrankung verstanden, deren Therapieprinzipien in den vergangenen Jahren größeren Veränderungen unterlagen. Neben operativen Maßnahmen werden topische und systemische Steroide sowie eine adaptive Acetylsalicylsäure(ASS)-Desaktivierung bei entsprechenden Indikationskriterien eingesetzt. Seit 2019 ergänzen 3 spezifische Antikörper das therapeutische Portfolio.

Es erfolgte eine retrospektive Auswertung aller Patienten, die in den Jahren 2007 und 2008 (Kollektiv A) sowie 2017 und 2018 (Kollektiv B) erstmalig aufgrund einer CRSwNP ambulant vorstellig wurden, bis inklusive Juni 2023.

Der klinische Verlauf von 463 Patienten (Durchschnittsalter: 49,1 Jahre; Spannbreite: 5–82 Jahre, 65,9 % männlich) wurde in die Auswertung eingeschlossen. Eine vor Erstvorstellung begonnene konservative Behandlung mit nasalen Kortikosteroiden wurde in Kollektiv B häufiger durchgeführt (Kollektiv A 43,9 % vs. Kollektiv B 72,2 %). Bei 278 der 463 Patienten (60 %; A: 62 %, B: 58 %) erfolgte nach Erstvorstellung mindestens eine Nasennebenhöhlenoperation. Bei 101 Patienten (36,3 %) davon kam es nach einer Operation im weiteren Verlauf im Mittel nach 2,4 Jahren zu einem behandlungsbedürftigen Polyposisrezidiv. Die Indikation zur ASS-Provokation/-Desaktivierung wurde im Kollektiv B seltener gestellt, nicht zuletzt aufgrund der hohen Abbruchrate (mindestens 38 %) der Erhaltungstherapie. Bei 16 Patienten der Gesamtkohorte (3,5 %, A: n = 8, B: n = 8) war bei Auftreten des Rezidivs inzwischen die Einstellung auf eine Therapie mit einem Antikörper erfolgt.

Ein stufenweises leitlinienkonformes Vorgehen ist sinnvoll. Der systemische Einsatz von Antikörpern bei therapieresistenten CRSwNP-Verläufen stellt eine verhältnismäßig neue Behandlungsoption dar, welche die relativ nebenwirkungsreiche und compliancearme ASS-Desaktivierung reduzieren wird.

## Full-text entities

- **Diseases:** polyposis (MESH:D044483), Chronic rhinosinusitis with (MESH:D000092562), CRSwNP (MESH:D009298), nasal polyposis (MESH:D009668), inflammatory disease (MESH:D007249)
- **Chemicals:** ASA (MESH:D001241), steroids (MESH:D013256)
- **Species:** Homo sapiens (human, species) [taxon 9606]

## Figures

5 figures with captions in the complete paper: https://tomesphere.com/paper/PMC11192687/full.md

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Source: https://tomesphere.com/paper/PMC11192687