\"{U}ber die Winkel zwischen Unterr\"{a}umen
Nikolay Moshchevitin

TL;DR
This paper investigates how well rational subspaces approximate real subspaces in Euclidean space, providing partial solutions to a longstanding problem about the relationship between approximation quality and the height of rational subspaces.
Contribution
It offers a metric result on the approximation of linear subspaces by rational subspaces with bounded height, addressing a problem posed by Schmidt in 1967, especially in the case of 4-dimensional space.
Findings
Partial solution for the case d=4, n=2
Establishes bounds on the angle of approximation
Advances understanding of rational subspace approximation
Abstract
We prove a metric statement about approximation of a -dimensional linear subspace in by -dimensional rational subspaces. We consider the problem of finding a rational subspace of bounded height for which the angle of inclination is small in terms of . In the simplest case we give a partial solution of a problem formulated by W.M. Schmidt in 1967.
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Taxonomy
TopicsMatrix Theory and Algorithms · Mathematics and Applications · Holomorphic and Operator Theory
Über die Winkel zwischen Unterräumen
Nikolay Moshchevitin111Diese Arbeit wurde an der Nationalen Pazifik-Universität durchgeführt und durch RNF unterstützt (Grant no. 18-41-05001)
Abstract. We prove a metric statement about approximation of a -dimensional linear subspace in by -dimensional rational subspaces. We consider the problem of finding a rational subspace of bounded height for which the angle of inclination is small in terms of . In the simplest case we give a partial solution of a problem formulated by W.M. Schmidt in 1967.
AMS Subject Classification: 11J13.
**Keywords: Diophantine Approximation, subspaces, angles of inclination. **
Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen neuen metrischen Satz über Approximationen der -dimensionalen reelen Unterräume von durch -dimensionale rationale Unterräume zu beweisen. Die wichtigsten Fragen zur Theorie dieser Approximationen wurden im Jahr 1967 von W.M. Schmidt formuliert [5]. Hier beschränken wir uns auf den einfachsten Fall , den Schmidt betrachtet hat. Wir formulieren unseren Hauptsatz (Satz 1) in Sektion 1 und in den Sektionen 2 bis 6 geben wir den vollständigen Beweis. In Sektion 7 formulieren wir einen allgemeinen Satz ohne Beweis.
1. Winkel zwischen Unterräumen.
Wir betrachten den -dimensionalen euklidischen Raum mit Koordinaten versehen mit dem Skalarprodukt
[TABLE]
Weiters bezeichnen wir die euklidische Norm des Vektors mit
[TABLE]
Sei
[TABLE]
der euklidische Abstand zwischen den Mengen und . Mit
[TABLE]
bezeichnen wir die -Umgebung der Menge .
Gegeben sei das Gitter . Für jeden linearen -dimensionalen Unterraum betrachten wir das Gitter . Der Unterraum heißt rational, wenn der Rang des Gitters gleich der Dimension des Unterraums ist. Für einen -dimensionalen rationalen Unterraum definieren wir die Höhe des Unterraums als die Gitterdiskriminante des Gitters . Es ist klar, dass und gelten muss. Es sei
[TABLE]
die Oberfläche der Einheitskugel im . Wir definieren den Winkel zwischen zwei Unterräumen und durch
[TABLE]
wobei und den Winkel zwischen den Vektoren und bezeichnet, also
[TABLE]
Daher entspricht dem Abstand zwischen den Punkten und auf S (in der Notation der Arbeit [5] haben wir daher ). Es ist klar, dass für die Ungleichung
[TABLE]
gilt.
1967 bewies W. M. Schmidt [5] viele Resultate über diophantische Approximationen mit Unterräumen, darunter die folgenden Sätze A und B bewiesen (siehe Theorem 12 und Theorem 16 sowie Corollary 2 aus [5]).
Satz A. Seien positive ganze Zahlen mit . Es gibt eine positive Konstante mit der folgenden Eigenschaft.
Für jeden -dimensionalen Unterraum und jedes gibt es einen rationalen -dimensionalen Unterraum mit
(i)* ,*
(ii)* *
Insbesondere wenn für alle -dimensionalen rationalen Unterräume gilt, gibt es unendlich viele -dimensionale rationale Unterräume mit
[TABLE]
Satz B. Seien positive ganze Zahlen mit . Dann gibt es ein positives und einen -dimensionalen Unterraum mit der folgenden Eigenschaft. Für jeden rationalen -dimensionalen Unterraum hat man
[TABLE]
Im einfachsten Fall ist Satz 1 analog zum Schubfachprinzip von Dirichlet (siehe [1], Ch.1, Theorem VI, oder [6], Ch.2). Ebenfalls für ist Satz B analog zu der Behauptung aus dem Buch [1] (siehe [1], Ch.1, Theorem VIII), die auf Perron [4] zurück geht. Der Beweis von Satz A für basiert auf mehreren Anwendungen des Minkowskischen Gitterpunktsatzes. Der Unterraum aus Satz B wurde mittels algebraischer Zahlen konstruiert.
Betrachten wir nun den Fall . Dann lauten die Aussagen der Sätze A und B kurz wie folgt:
a) für jeden -dimensionalen Unterraum und jedes gibt es einen rationalen -dimensionalen Unterraum mit
[TABLE]
b) es gibt einen -dimensionalen Unterraum mit
[TABLE]
In [5],§16 stellt Schmidt die Frage nach dem bestmöglichen Exponenten in den Behauptungen a) und b). Nun formulieren wir eine Verschärfung der Behauptung b).
Satz 1. Sei eine positive monoton fallende Funktion mit
[TABLE]
Dann gibt es für fast jeden 2-dimensionalen Unterraum eine positive Konstante mit
[TABLE]
Insbesondere existiert für jedes für fast jeden 2-dimensionalen Unterraum eine positive Konstante sodass
[TABLE]
Auf der Menge der Unterräme existiert ein invariantes Maß (siehe zum Beispiel [7], Ch. 13), dessen Verwendung kann hier allerdings umgangen werden. In der nächsten Sektion erklären wir die Bedeutung von "für fast alle Unterräume". Das -dimensionale Lebesgumaß in sei nach folgend mit bezeichnet.
2. Projektionen und die Mengen von Unterräumen.
Sei ein zweidimensionaler linearer Unterraum des Raumes und sei
[TABLE]
eine Basis des Raums . Wir definieren
[TABLE]
und betrachten die homogenen Plücker-Koordinaten
[TABLE]
des Unterraums . Die Menge der zweidimensionalen Unterräume des kann mit der Graßmann-Mannigfaltigkeit identifiziert werden (siehe [3]). Die Graßmann-Mannigfaltigkeit G ist eine Mannigfaltigkeit im reellen projektiven Raum , die mittels Plücker-Koordinaten definiert werden kann:
[TABLE]
Diese Darstellung liefert eine Bijektion zwischen der Menge der zweidimensionalen Unterräume und In der Folge identifizieren wir die Unterräume von mit den Punkten von G. Weiters betrachten wir die Menge
[TABLE]
Wir schreiben Punkte in als
[TABLE]
und betrachten für die affinen Unterräume
[TABLE]
sowie die Mengen
[TABLE]
[TABLE]
und
[TABLE]
Dann gibt es eine Karte
[TABLE]
die im Allgemeinen nicht bijektiv ist, sondern lediglich die eingeschränkte Karte
[TABLE]
ist bijektiv. Hier ist
[TABLE]
die "Grenze" der Menge W.
Sei eine Permutation der Folge mit und
[TABLE]
Dann ist
[TABLE]
und für hat man
[TABLE]
mit reellen und .
Nun möchten wir eine einfache Behauptung formulieren, die sofort aus den Eigenschaften der Karte folgt.
Hilfssatz 1. Sei ein -dimensionaler Unterraum. Dann gibt es eine Permutation , so dass man in den Koordinaten
[TABLE]
die Identität
[TABLE]
mit aus (3) hat. Insbesondere ist
[TABLE]
Beweis. Wir betrachten nur den Fall und . Dann sind
[TABLE]
und
[TABLE]
Lösungen des Systems
[TABLE]
und die Vektoren (2) erfüllen die Gleichungen aus (4).
Wir definieren nun die Mengen
[TABLE]
[TABLE]
und die Karten
[TABLE]
und
[TABLE]
wobei die reellen Zahlen durch (3) definiert wurden und
[TABLE]
die "Grenze" der Menge ist. Betrachten wir die Mengen
[TABLE]
und
[TABLE]
so haben wir die bijektive Karte
[TABLE]
definiert, wobei und durch (3) definiert wurden.
Für eine Menge definieren wir die Projektionen
[TABLE]
Nun erklären wir die Bedeutung des Satzes 1. Die Behauptung gilt "für fast alle Unterräume" wenn man für die Ausnahmemenge
[TABLE]
hat. Wir bemerken an dieser stelle noch, dass
[TABLE]
gilt. Insbesondere ist die Grenze eine Nullmenge.
Wir brauchen mehrere Projektionen. Wir definieren die Karte
[TABLE]
[TABLE]
sodass die zentrale Projektion aus nach ist . Weiters setzen wir
[TABLE]
Sei . Wir definieren die Mengen
[TABLE]
[TABLE]
[TABLE]
[TABLE]
und
[TABLE]
Es ist nun klar, dass
Hilfssatz 2. Für hat man
[TABLE]
Beweis. Es genügt, die Karten mit oder zu betrachten.
Falls , betrachten wir den Unterraum mit . Dann kann sowohl durch die Gleichungen
[TABLE]
als auch durch die anderen Gleichungen
[TABLE]
definiert werden. Also ist \left(\begin{array}[]{cc}\ell_{1,1}^{\prime}&\ell_{1,2}^{\prime}\cr\ell_{2,1}^{\prime}&\ell_{2,2}^{\prime}\end{array}\right) die Inverse der Martix von \left(\begin{array}[]{cc}\ell_{1,1}&\ell_{1,2}\cr\ell_{2,1}^{\prime}&\ell_{2,2}\end{array}\right) und
[TABLE]
Die Fälle sind ähnlich. Wir betrachten den Fall . Dann wird der Unterraum durch die Gleichungen (13) definiert, und wieder können wir denselben Unterraum auch durch die Gleichungen
[TABLE]
definieren. Daraus ergibt sich, dass
[TABLE]
und ist.
3. Die Ausnahmemenge.
Für einen rationalen Unterraum definieren wir die Mengen
[TABLE]
Sei die Menge aller rationalen zweidimensionalen Unterräume. Dann ist die Ausnahmemenge von Satz 1 durch
[TABLE]
gegeben. Sei . Aus (7) folgt, dass, um den Satz 1 zu beweisen, es genügt zu zeigen, dass die Mengen
[TABLE]
Nullmengen sind. Mehr noch, wenn wir die Mengen
[TABLE]
betrachten, haben wir
[TABLE]
Das heißt, um den Satz 1 zu beweisen genügt es zu beweisen, dass für jedes die Mengen
[TABLE]
Nullmengen sind.
Es gilt
[TABLE]
wo jedes wie in (4) mit dargestellt werden kann, nämlich, durch
[TABLE]
Es ist klar, dass eine Nullmenge ist, dann und nur dann wenn eine Nullmenge ist. Um Satz 1 zu beweisen, genügt es also zu zeigen, dass für jedes und für alle und die Mengen
[TABLE]
Nullmengen sind.
Wegen wobei die Menge in (11) definiert ist, kann als
[TABLE]
dargestellt werden mit
[TABLE]
(siehe (12)). Dann folgt, dass
[TABLE]
wobei wir
[TABLE]
gesetzt haben. Damit haben wir bewiesen, dass
[TABLE]
und Satz 1 folgt.
4. Die Menge .
Hilfssatz 3. Seien und zwei Unterräume definiert durch (15) und (14). Dann hat mann, falls , dass
[TABLE]
Beweis. Falls , gibt es und mit
[TABLE]
Dann bekommt man
[TABLE]
und (17) folgt.
Für aus (18) definieren wir die Fläche
[TABLE]
Hilfssatz 4. *Es gilt mit . *
Beweis. Der Beweis verläuft analog zu [2]. Für mit gibt es mit
[TABLE]
Betrachten wir zwei dreidimensionale Unterräume
[TABLE]
im Raum mit Koordinaten , so ist , und
[TABLE]
Daraus erhält man wegen die Abschätzungen
[TABLE]
und
[TABLE]
Nun betrachten wir dreidimensionale affine Unterräume
[TABLE]
mit den Normalvektoren
[TABLE]
die orthogonal zueinander sind. Diese Unterräume sind im euklidischen Raum mit Koordinaten enthalten. Man hat
[TABLE]
Da haben wir
[TABLE]
und
[TABLE]
Nun gilt für die Menge , dass
[TABLE]
Es gibt daher ein mit
[TABLE]
Für jeden Unterraum mit haben wir , sodass und nach dem Hilfssatz 3 gilt. Also ist und .
Es ist klar, dass
[TABLE]
wobei
[TABLE]
und
[TABLE]
Es erweist sich als praktisch, mit anderen Koordinaten
[TABLE]
zu arbeiten. Dann gilt
[TABLE]
und statt der Fläche können wir die Fläche
[TABLE]
betrachten.
5. Über die Umgebung der Fläche .
Betrachten wir nun die Kugel
[TABLE]
Damit ergibt sich folgender Hilfssatz.
Hilfssatz 5. Für jede , und gilt
[TABLE]
Beweis. Wir betrachten die Parameterdarstellung
[TABLE]
der Fläche . Dann ist
[TABLE]
das Bild eines beschränkten Gebietes . Betrachten wir den Normalenvektor
[TABLE]
für im Punkt .
Die Funktion
[TABLE]
gibt eine Parameterdarstellung von . Hier wollen wir bemerken, dass diese Funktion surjektiv, aber nicht injektiv ist, und so hat man für dass
[TABLE]
wobei ist die Gramsche Matrix der Vektoren
[TABLE]
Nun erhält man
[TABLE]
und für folgt daraus, dass
[TABLE]
Aus der Dreiecksungleichung folgt nun, dass
[TABLE]
gilt. Tatsächlich, falls ist, so gilt für den Punkt und mit die Ungleichung . Also haben wir .
Wir betrachten nun die zwei Mengen
[TABLE]
und ihre Bilder
[TABLE]
Für sie haben wir
[TABLE]
Für aus (20) und (21) haben wir die Ungleichung
[TABLE]
Nun schätzen wir die Werte von ab. Aus der Dreiecksungleichung folgt
[TABLE]
sodass
[TABLE]
Hilfssatz folgt nun aus (22,23,24).
6. Beweis von Satz 1.
Es genügt, (16) zu beweisen. Aus Hifssatz 4, Hilfssatz 5 mit und der Definition der Fläche folgt, dass, um (16) zu beweisen, man zeigen muss, dass die Reihe
[TABLE]
konvergiert. Sei dazu
[TABLE]
Es ist bekanntlich so, dass
[TABLE]
[TABLE]
(siehe Theorem 3 aus [5]). Mit Hilfe der abelschen partiellen Summation erhalten wir
[TABLE]
[TABLE]
[TABLE]
Daraus folgt, dass (25) konvergiert, falls (1) konvergiert.
7. Eine Verallgemeinerung.
Hier möchten wir eine allgemeine Aussage formulieren, die mit der Methode dieses Artikels bewiesen werden kann. Wir formulieren sie ohne Beweis.
Satz 2. Sei . Sei eine monoton fallende Funktion. Angenommen die Reihe
[TABLE]
konvergiert. Dann gibt es für fast jeden -dimensionalen Unterraum eine positive Konstante mit
[TABLE]
**Bemerkung. ** Für folgt aus Satz B, dass es einen -dimensionalen Unterraum mit
[TABLE]
gibt. Aus Satz 2 folgt die Verschärfung: für jedes gibt es einen -dimensionalen Unterraum mit
[TABLE]
Der Beweis dieses allgemeines Resultates verläuft analog zu jenem von Satz 1. Die Hauptunterschied besteht darin, dass statt der quadratischen Fläche (18) man für die Matrix
[TABLE]
eine nicht quadratische Fläche
[TABLE]
betrachten und die Ungleichung
[TABLE]
beweisen muss.
Literaturverzeichnis
- [1]
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N. Dyakova, On badly approximable subspaces, Preprint verfügbar unter arXiv:1810.07432 (2018).
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W. V. D. Hodge, D. Pedoe, Methods of algebraic geometry, Cambridge (1947).
- [4]
O. Perron, Über diophantische Approximationen. Math. Ann. 83 (1921), 77-84.
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- [6]
W.M. Schmidt, Diophantine Approximations, Lecture Notes Math., 785 (1980).
- [7]
R. Schneider, W. Weil, Stochastic and Integral Geometry, Springer, 2008.
Autor: Nikolay Moshchevitin,
Nationale Pazifik-Universität, Russland;
e-mail: [email protected], [email protected]
The reference list from the paper itself. Each links out to its DOI / PubMed record.
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- 6[6] W.M. Schmidt, Diophantine Approximations, Lecture Notes Math., 785 (1980).
- 7[7] R. Schneider, W. Weil, Stochastic and Integral Geometry, Springer, 2008.
